Gesetz zum Schutz der Frauen in Brasilien bleibt erfolglos

Das 2006 vom Ex-Präsidenten Luiz Inácio „Lula“ da Silva erlassene Gesetz Maria da Penha wurde damals als historische Errungenschaft der Frauenbewegung in Brasilien und ganz Lateinamerika gefeiert. Ziel dabei war es, die häusliche Gewalt an Frauen in Brasilien, die zum Teil erschreckend weit verbreitet war, einzuschränken durch härtere Bestrafung der Täter und zusätzlicher Maßnahmen zum Schutze der Frauen. Bis heute scheint die Situation der Frauen sich nicht grundlegend verbessert zu haben – im Gegenteil gibt es eine Tendenz zu steigender Gewalt an Frauen. Was sind die Hintergründe dieser noch immer zum Teil patriarchalen und gewaltbereiten Gesellschaftsstrukturen?